Ferienende (fast)

 Nicht alle Blogs haben die Ferien durchgeschlafen, wie schön!

In der ersten Woche nach den Herbtferien wird an unserer Schule eine Projektwoche stattfinden, daher starten wir erst in der zweiten Schulwoche wieder so richtig durch. Aber dann.

Doch wer weiss, vielleicht appariert ja während der Projektwoche ein neues Blog in unserer Klasse?

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6 Kommentare

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6 Antworten zu “Ferienende (fast)

  1. Alexandra

    Habe von Bekannten gehört, dass es da eine Schulklasse gibt, die am bloggen ist. Finde ich ein spannendes Projekt und habe mich auch bereits durch viele Schülerbeiträge durchgelesen. Besonders haben mir die von „hesch gwüsst“ gefallen. Ich finde es ganz schön gewagt, so was mit einer Schulklasse zu machen und hab da noch ein paar Fragen. Wie geht man denn mit Schülern um, die nicht gerne schreiben (hab ich immer wieder…)? Und was ist mit den Hemmungen der Schüler? Nach meiner Erfahrung hassen es viele Jugendliche, sich öffentlich über ihre Gefühle und Empfindungen zu äussern. Bloggen ist da ja sicher keine Ausnahme. Empfinden die das Projekt nicht als sehr unangenehm und als Blossstellung? Schreibt die Klasse parallel dazu noch andere, traditionelle Texte? Und wie wird das ganze gewichtet? Wieviel Anteil an der Jahresnote hat dieses Projekt? Werde gerne weiterverfolgen, wies abläuft…..
    Alexandra

    • Liebe Alexandra
      Danke für dein Feedback. Bei einigen Blogs geht tatsächlich ganz schön die Post ab. Ins Leben gerufen habe ich das Projekt, um den Schülern ein ‚Schreiben mit Publikum‘ zu ermöglichen – als Ergänzung zum normalen Schulaufsatz, bei dem nur Lehrer und allenfalls noch die Eltern das Geschriebene wahrnehmen. Die Möglichkeit, für ein breiteres Publikum zu schreiben, gibt dem Ganzen einen tieferen Sinn.
      Hauptproblem ist meiner Beobachtung nach: Worüber soll ich schreiben? Nicht alle empfinden so viel Freiheit als positiv.

      Versuche mit ähnlichen Schreibprojekten haben gezeigt, dass -gerade bei Jungs – das Schreiben viel mehr Spass macht, wenn es am Bildschirm geschieht. Die Schüler sind angehalten, ihre Texte von Word auf formale Korrektheit überprüfen zu lassen – an PC passieren ihnen viele Fehler nicht, die sich von Hand immer wieder einschleichen.
      Jeder Schüler kann sich jederzeit entscheiden, seinen Blog auf ‚privat‘ umzustellen, dann kann nur er/sie und ich auf das Gelesene zugreifen. Diese Option wurde zwischenzeitlich von einer Schülerin genutzt, dann aber – nach einer Bedenkphase – wieder aufgehoben. Dass ihre Texte damit unkontrollierbar einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, schärft ihr Bewusstsein fürs Private ungemein.
      Insgesamt wird das Bloggen ca. 10-15% der Jahresnote ausmachen.
      …hab ich was vergessen?
      Gruss
      Monika

      • Alexandra

        danke vielmals für die vielen Infos, das ist wirklich ein interessantes Projekt…. wie machst du denn das mit der Rechtschreibung? Korrigierst du die Schülertexte? Oder wie erreichst du, dass sie Fortschritte machen? Das stell ich mir ziemlich schwierig vor… Bei traditionellen Texten bekommen sie ja immer eine ausführliche Rückmeldung, auch in Bezug auf Stil und Wortschatz und anderes…..Ich glaube, meine Klasse wäre damit ziemlich überfordert….. aber vielleicht muss ich das auch mal ausprobieren, Lust dazu hätte ich schon bekommen….
        gruss
        Alexandra

      • Liebe Alexandra
        Jaja, die Rechtschreibung…
        Eine Rückmeldung im gewohnten Rahmen ist hier nicht möglich, aber auch nicht so sehr im Fokus. Die Schüler sollen einfach mal schreiben und nicht durch Spassverderber wie Rechtschreibung oder Zeichensetzung entmutigen lassen. Wie gesagt nutzen die meisten Schüler die Möglichkeit, ihren Text erstmal vom Word probelesen zu lassen, das macht schonmal viel aus. Ausserdem ist es ein Ansporn, dass jeder ihren Text lesen kann – da wollen sie zum grossen Teil von ganz allein möglichst wenige Fehler machen. Sie können ihre Texte ja auch jederzeit korrigieren, falls sie noch einen Fehler entdecken oder auf einen hingewiesen werden. Wichtiger als RS/ZS finde ich bei diesem Projekt den persönlichen Ausdruck, der ja dem Medium und Thema angepasst werden sollte. Dabei entwickelten die Schüler im Verlauf des Bloggens bereits erstaunlich gut unterscheidbare eigene Stimmen, die irgendwann einfach passen. Ich bewerte hier eher die Stimmigkeit von Thema und Sprache, die Lebendigkeit, die sprachliche Originalität.
        Dafür fliessen dann eben noch Dinge in die Bewertung ein, die im traditionellen Aufsatz nicht vorkommen: Wahrung und Anwendung von Urheberrechten zum Beispiel…

      • Liebe Monika,
        ich finde dieses Projekt einfach großartig und habe mir auch schon alle Schülerblogs angesehen und finde, dass einige schon sehr lebendige „eigene Stimmen“ haben, um Dich zu zitieren. Meine Frage ist, wie alt die Schülerinnen und Schüler sind? Ich habe mich etwas über das schweizerische Bildungssystem kundig gemacht, sie müssten schon älter als sechzehn Jahre sein. Ist meine Annahme richtig?
        Liebe Grüße,
        Renate

      • Liebe Renate
        Danke für deine ermutigenden Worte, die ich gern an die Schülerinnen und Schüler weiterleite…
        Ohne jetzt auf die verzwickte Situation des Schweizer Bildungssystems näher einzugehen (Kantönligeist), hier die Antwort auf deine Frage:
        Die 3. Klasse Bezirksschule entspricht in Deutschland der 8. Klasse Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler sind also durchschnittlich so um die 14 Jahre alt.
        Liebe Grüsse zurück
        Monika

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